Washington – Er galt lange als einer der glühendsten Unterstützer von Donald Trump (80) – doch jetzt ist der Krach perfekt! Medien-Populist Tucker Carlson (57), berüchtigt für kontroverse Interviews bis hin zu Kreml-Herrscher Wladimir Putin (73), kehrt der Republikanischen Partei („Grand Old Party“, GOP) den Rücken. Der Ex-Fox-News-Moderator machte den Bruch im Podcast „Can’t Be Censored“ offiziell. Carlson dramatisch: „Ich bin raus!“
Der Absprung ist ein Knall in der MAGA-Bewegung hinter Trump („Make America Great Again“) – und ein weiterer Höhepunkt im Konflikt unter Trumps populistischsten Anhängern. Carlson begründete seinen Schritt damit, dass die GOP ihre Wähler „betrogen“ habe. Sein Vorwurf: Die Partei stelle Israels Sicherheitsinteressen über jene der USA.
Carlson wetterte gegen den Iran-Krieg
Seit Monaten wettert Carlson gegen den von Trump befohlenen Iran-Krieg. Er behauptet, die USA seien nur auf Drängen von Israels Premier Benjamin Netanjahu in den Krieg gezogen. Dabei beruft er sich auch auf umstrittene Aussagen von Außenminister Marco Rubio (55) aus den ersten Kriegstagen, als dieser in diese Richtung argumentierte. Carlson sagte, er habe die Republikaner 35 Jahre lang unterstützt. Zugleich stellte er klar: Zu den oppositionellen Demokraten werde ihn sein Frust nicht treiben. Wen er künftig wählen werde, ließ er offen.
Vorwürfe des Antisemitismus gegen Populisten
Kritiker werfen dem ehemaligen Trump-Kumpel wegen seiner ständigen Attacken auf Israel Antisemitismus vor. Carlson löste früher mit einem Interview mit dem Rechtsextremisten und Holocaust-Leugner Nick Fuentes (27) einen Proteststurm aus. Auch Skandal-Rapper Kanye West (49), der mit antisemitischen Ausfällen auffiel, saß bei ihm vor der Kamera. Bei seinen Angriffen auf den jüdischen ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) wurden ihm ebenfalls einschlägige Klischees vorgeworfen.
Mit Trumps fallender Popularität brodelt es in der MAGA-Szene immer heftiger. Einige führende Figuren haben sich von ihrem Idol abgewandt. Marjorie Taylor Greene (52) zog sich zuletzt als republikanische Kongressabgeordnete zurück und wurde zur lauten Trump-Kritikerin.
MAGA-Szene zerfleischt sich selbst
Andere im Lager zerfleischen sich öffentlich: Die America-first-Fraktion kämpft gegen Pro-Israel-Unterstützer. Trump-Loyalisten polemisieren gegen enttäuschte Populisten. Bei vielen der lautesten Figuren wird bereits über Kandidaturen für die Präsidentschaftswahl 2028 spekuliert.
Auffällig bei Carlson: Er sprach vor allem von der Partei – und weniger vom Präsidenten selbst. Fast wirkt es, als wolle er den als nachtragend bekannten Trump nicht komplett vor den Kopf stoßen. Carlson schielt womöglich selbst auf die Wahl 2028 – und will verbliebene Trump-Fans offenbar nicht völlig verprellen.