Mit dem schnellen Rauswurf von Jens Spahn hat Bundeskanzler Friedrich Merz endlich bewiesen, was viele Kritiker seit Langem vermissen: Er kann unangenehme, harte Entscheidungen ohne Zögern treffen.
Doch dieser Befreiungsschlag in höchster Not reicht nicht. Kommende Woche wird zur Schicksalswoche für Merz und die Union.
Spahns erzwungener Rücktritt bietet dem Kanzler die Gelegenheit für eine umfassende Kabinettsumbildung.
Jetzt gilt es, das Momentum zu nutzen. Diese Krise ist die wohl letzte Chance für einen echten Neuanfang.
Denn die CDU und ihr Kanzler stehen sieben Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit dem Rücken zur Wand.
Merz muss sich von Proporzdenken und Regionalquoten lösen. Nur die Besten gehören auf die entscheidenden Posten – und das bedeutet, schwache Minister auszutauschen.
Mit einem Weiter-so wird Merz als Kanzler scheitern.