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Kommentar von Max Backhaus: Matthias Tillmann schafft die Schalke-Wende

Kommentar von Max Backhaus: Matthias Tillmann schafft die Schalke-Wende
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Matthias Tillmann unterschreibt einen neuen Dreijahresvertrag. Ich bin ehrlich: Am Anfang dachte ich, dass er schneller wieder weg ist, als man gucken kann.

Der Vorstand startete schwach und wurde noch schwächer: unwürdige Entlassungen, falsche Personalentscheidungen – und gefühlt jedes Fettnäpfchen mitgenommen. Längst Geschichte! Schalke ist zurück in der Bundesliga, und Tillmann hat die Wende geschafft. Den neuen Vertrag hat er mehr als verdient.

Am Sonntag ist der Klubchef 1000 Tage im Amt. In dieser Zeit hat der einst als „Trivago-Buddy von Aufsichtsratschef Axel Hefer“ abgestempelte Geschäftsmann ein Gespür für Königsblau und den Profifußball entwickelt. Etwa: weniger Business-Sprache, mehr Lockerheit. Dazu landete er nach seinem Wilmots-Fehlgriff in Sportvorstand Frank Baumann einen absoluten Top-Transfer. Hinzu kommt ein mittlerweile viel attraktiveres Portfolio an Sponsoren. Zwar mithilfe der Marketingagentur „Sportfive“, aber: na und? Am Ende zählt nur das Ergebnis.

Nach nur elf Monaten im Amt war Tillmann gezwungen zu sagen: „Ich kann nicht meinen Hut nehmen und gehen. Wenn man die Karre in den Dreck fährt und zurücktritt, ist das das Schlechteste.“ Daraufhin wurde er bei der Mitgliederversammlung 2024 von einem Fan als „teuerster Auszubildender der Bundesrepublik Deutschland“ betitelt.

Zur Wahrheit gehört: Noch ist nicht jede Tillmann-Entscheidung ein Volltreffer (z.B. die Genossenschaft). Aber auch dank ihm schafft es Schalke, mehr und mehr das Chaos-Image vergangener Jahren endgültig abzulegen.

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