Kiew – Ein historisches Wahrzeichen Kiews steht in Flammen! Nach einem massiven russischen Luftangriff auf die ukrainische Hauptstadt, geriet das Kiewer Höhlenkloster bei einem direkten Raketentreffer in Brand. „Nach operativen Informationen gibt es ernsthafte Schäden auf dem Gelände des Höhlenklosters“, teilte Kiews Militärgouverneur Tymur Tkatschenko (36) bei Telegram mit. In sozialen Netzwerken kursierende Bilder zeigen Flammen im Dachbereich der Mariä-Entschlafens-Kathedrale auf dem Klostergelände.
In der Innenstadt waren zunächst knapp zwei Dutzend Explosionen mutmaßlich von der Flugabwehr zu hören, wie ein Korrespondent der Deutschen Presse-Agentur berichtet. Bürgermeister Vitali Klitschko (54) zufolge gab es in drei Stadtteilen Einschläge. 140.000 Einwohner seien nach Beschädigungen an Oberleitungen ohne Strom.
Trümmer abgeschossener Drohnen hätten weitere Häuser und Autos in Brand gesetzt. Die ukrainische Luftwaffe warnt vor anhaltenden Drohnenangriffen. Laut Tkatschenko stehe ein Hochhaus in Flammen. Mindestens fünf Menschen wurden nach Behördenangaben verletzt.
Polen lässt Kampfflieger aufsteigen
Als Reaktion auf die russischen Luftangriffe lässt Polen eigene Kampfjets aufsteigen. Zudem werden bodengestützte Luftabwehrsysteme und die Radaraufklärung in Bereitschaft versetzt, teilen die polnischen Streitkräfte auf der Plattform X mit. Die Maßnahmen sind den Angaben zufolge präventiver Natur. Sie dienen dem Schutz des eigenen Luftraums, insbesondere in den an die Ukraine grenzenden Gebieten.
Fünf Tote in Charkiw
Auch Charkiw, die zweitgrößte Stadt der Ukraine, wurde angegriffen. Fünf Rettungskräfte kamen bei den Angriffen ums Leben, als sie versuchten, Zivilisten zu retten, sagte Innenminister Ihor Klymenko (53). Dnipro und Krywyj Rih, zwei Städte in der Zentralukraine, waren laut lokalen Behörden ebenfalls Ziel russischer Angriffe.
Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion.