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Münchens coolster Spot im Sommer: BILD dreht berühmte Eisbach-Runde

Münchens coolster Spot im Sommer: BILD dreht berühmte Eisbach-Runde
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München – An einem sonnig-heißen Dienstag stehen in München 50 halbnackte Menschen an einer Tram-Haltestelle. Sie tragen Badehosen, Bikinis und sind tropfnass. Eine Halluzination bei 32 Grad im Schatten? Nein: Diese Menschen drehen die coolste Runde Deutschlands. Die beste Abkühlung, die man sich im Sommer vorstellen kann: die Eisbach-Runde. Ich, der BILD-Reporter, drehte mit.

Los geht’s gleich hinter der berühmten Surferwelle unterhalb der Prinzregentenstraße. Der 20 Grad kühle und schnell fließende Eisbach trifft hier auf eine Betonschwelle, die das Wasser zu einer konstanten Welle staut. Seit 40 Jahren wird hier auf der Stelle gesurft, Hunderte schauen jeden Tag zu. Doch zum Zugucken bin ich nicht hier. Ich will die Eisbach-Runde drehen – wie Hunderte andere auch an diesem heißen Sommertag.

Es ist schwülheiß, als ich an diesem Vormittag in München zusammen mit Dutzenden weiteren Wagemutigen in die knapp 20 Grad kühlen Fluten hüpfe. Offiziell ist das Baden im Eisbach nicht erlaubt, das Verbot wird jedoch nicht streng durchgesetzt.

Diese Erfrischung, wunderbar! Der Eisbach trägt seinen Namen nicht umsonst. Die starke Strömung trägt uns mit, etwa 10 km/h schnell treiben wir Richtung Englischer Garten. So richtig viel tun muss ich dabei gar nicht.

Zwischendurch ein Sprung von der Brücke

Nach rund 100 Metern gabelt sich der Bach. Links führt er mitten durch den Englischen Garten, da ist die Strömung aber nicht stark genug. Ich halte mich rechts, da ist die Gaudi größer.

Kurz darauf: die erste Brücke. Schwimmer hüpfen aus dem nur hüfttiefen Wasser und klammern sich fest. Ich klettere am Geländer hoch, springe auf der anderen Seite wieder in den Bach. Was für ein Spaß!

Ein Kilometer ist vorbei, als sich ein dickes Seil über den Kanal spannt. Ich halte mich daran fest, ziehe mich hoch und bleibe auf der Leine sitzen. Ein paar Minuten schaue ich den Surfern zu, die knapp 20 Meter weiter die etwas kleinere Eisbachwelle an der Dianabadschwelle reiten.

Hinab durch die Welle ins Tiefe

Immer mehr Schwimmer docken am Kabel an, wir sind eine Perlenkette aus Badehosen und Bikinis. Irgendwann winken die Surfer uns durch. Weiter, immer weiter! Eine Rampe hinab, mitten durch die Welle. Ab hier wird der Bach tiefer und gefährlicher. Nichtschwimmer haben hier nichts verloren, darauf weisen Schilder hin. Im Pulk schwimmen wir weiter.

Unter einer breiten Brücke wird es laut, als die Schwimmer vor Freude schreien. Geschafft! Dahinter wird das Wasser seichter, an der Kanalmauer sehe ich Leitern. Hier stauen sich die Schwimmer, ich muss warten, bis ich hochklettern kann. 10 Minuten hat der Spaß gedauert. Oben angekommen, laufe ich zur nahen Tramstation. Zusammen mit rund 50 tropfenden Eisbach-Fans warte ich auf die nächste Bahn.

Die Linie 16 kommt, schnaufend öffnen sich die Türen. Als wir einsteigen, sagt die Tramfahrerin: „Nicht mit den nassen Badehosen hinsetzen!“ Der Boden der Bahn ist klatschnass und rutschig. Mein Handy mit dem Online-Ticket hat der (trockene) Fotograf für mich transportiert. Wie das die anderen wohl machen? Manche tragen ihre Handys in wasserdichten Hüllen um den Hals. „Wenn jemand kontrolliert, reiche ich das Deutschlandticket nach“, sagt ein Jugendlicher lächelnd. Er hat gerade seine zehnte Eisbach-Runde gedreht.

Zwei Stationen Fahrt, dann sind wir wieder zurück am Startpunkt Eisbachwelle. Noch eine Runde? Aber klar!

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