Berlin – US-Kampfjets und Eurofighter der Bundeswehr donnerten über die Hauptstadt. Gegen 19.15 Uhr waren die Maschinen im Formationsflug über das Messegelände im Stadtteil Charlottenburg geflogen.
Die Jets waren in mindestens 300 Metern Höhe unterwegs sein – also deutlich sichtbar und hörbar. „Die Eurofighter der Luftwaffe starten in Laage“, so ein Sprecher der Luftwaffe zu BILD. Hier bei Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) befindet sich einer von vier Eurofighter-Standorten, das Luftwaffengeschwader 73 „Steinhoff“. Die Flugroute über Berlin: von Nordost nach Südwest. Mehr Details verrät die Bundeswehr aus „operationellen Gründen“ nicht.
Himmels-Spektakel zum US-Feiertag 4. Juli
Der Grund für das spektakuläre Manöver: die Feierlichkeiten zum 250. Unabhängigkeitstag der USA. Der eigentliche Feiertag ist zwar erst am 4. Juli, doch bereits am Dienstag richtet die US-Botschaft eine offizielle Veranstaltung in den Messehallen aus.
Dafür zeigen je zwei amerikanische und deutsche Piloten gemeinsam in einer Viererformation Flagge am Himmel über Berlin. Für Deutschland steigen zwei Eurofighter der Bundeswehr auf, für die USA zwei Kampfjets vom Typ F-16. Die Eurofighter gehören zu den schnellsten Militärflugzeugen Europas: Sie schaffen bis zu 2000 km/h.
So laut wie neben einem Presslufthammer
Und sie sind laut! In einer Höhe von 300 Metern über der Stadt krachen sie mit 95 Dezibel über den Funkturm hinweg. Das entspricht ungefähr einem Presslufthammer aus einem Meter Entfernung.
Und nach wenigen Sekunden ist das Spektakel dann auch vorbei. Bunte Spuren – blau, weiß, rot, wie die US-Flagge „Stars and Stripes“ – hinterlassen die Kampfjets nicht. „Ein farblicher Schweif ist beim Überflug nicht vorgesehen“, so der Sprecher der Luftwaffe.