Boston – Das wird eklig! Montagabend (22.30 Uhr/ZDF und MagentaTV) geht es für die deutsche Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale gegen Paraguay. Die kampfstarken Südamerikaner sind zum ersten Mal seit 2010 bei einer WM dabei – und wollen für eine große Überraschung sorgen.
Kapitän Gustavo Gómez (33) schickt vorab eine Kampfansage – auch Richtung Deutschland. Der Innenverteidiger schreibt bei Instagram vielsagend: „Das war noch lange nicht alles.“
Gómez schreibt weiter: „Wenn wir zurückblicken, wissen nur wir selbst, welche Schwierigkeiten wir auf diesem Weg überwunden haben. Es waren harte Jahre, aber heute sind wir hier und kämpfen mit ganzer Seele dafür, den Namen unseres Landes ganz nach oben zu bringen.“ Ganz schön martialisch ...
Paraguay „ins Rampenlicht gerückt“
Die Nation, die einst Weltklasse-Stürmer wie Roque Santa Cruz (ehemals Bayern) oder Nelson Valdez (Bremen, BVB) hervorbrachte, kommt aus einer fußballerischen Krise. Es ist die erste WM-Teilnahme seit 16 Jahren, bei der vergangenen Copa América vor zwei Jahren gab’s ein Null-Punkte-Aus in der Vorrunde.
Gómez, der in Brasilien für Palmeiras spielt: „Wir sind zurückgekehrt, um uns dem Wettkampf zu stellen. Und wir werden bis zum Schluss kämpfen. Wir haben Paraguay vor den Augen der Welt ins Rampenlicht gerückt!“
Damit meint der Anführer der Paraguayer den überraschenden WM-Lauf. Nach dem erschreckend schwachen 1:4 gegen die USA zum Auftakt raufte sich das Team zusammen. Trotz langer Unterzahl bollwerkte sich Paraguay zu einem 1:0-Sieg gegen die Türkei und machte mit dem 0:0 gegen Australien die K.o.-Runde klar.
Der Kapitän schließt seine Kampfansage: „Wenn ein Paraguayer daran glaubt, ist nichts unmöglich.“ Die deutsche Mannschaft um Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) sollte also gewarnt sein. Gerade das 1:2 gegen Ecuador machte deutlich, dass die DFB-Elf gegen kampfstarke Defensivteams ihre lieben Mühen hat.