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Rekordwetter: Experte warnt vor „längster Hitzewelle der Geschichte“

Rekordwetter: Experte warnt vor „längster Hitzewelle der Geschichte“
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Die Hitze hat Deutschland weiter fest im Griff. In den kommenden Tagen steigen auch im Norden die Temperaturen. Im Süden warnen Experten vor den Belastungen des Extremwetters. Kein Juni war seit Beginn der Wetteraufzeichnungen so lange so heiß wie dieser. Klimatologe Dr. Karsten Brandt appelliert: „Achten Sie auf Ihre Nachbarn!“

In Baden-Württemberg, Hessen, dem Saarland, im südlichen NRW und im Rheintal spitzt sich die Lage zu. Dr. Brandt sagt zu BILD: „Die Wetterlage hat zwei Seiten.“ Einerseits sei es ein Sommer, wie viele ihn sich wünschen. Doch die andere Seite ist gefährlich. Der Wetterexperte weiter: „Es entwickelt sich im Südwesten gerade eine massive Unwetterlage. Zwar gibt es kaum noch Wärmegewitter, dafür werden aber die hohen Temperaturen zum Problem.“ Mehr noch: „15 Tage über 28 Grad. Das ist die längste Hitzewelle der Geschichte im Juni.“

Hitze breitet sich in Deutschland aus

Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) spricht inzwischen schon von „extremer Hitze“. Die Glut kommt weiter aus Richtung Frankreich. „Der Hitze-Dom aus Frankreich weitet sich auf den Südwesten Deutschlands aus“, erklärt Dr. Brandt. Bis zum Wochenende kriecht die Hitze auch in den Norden, wo es bislang noch deutlich kühler war. Am Dienstag werden noch angenehme 23 Grad vorausgesagt, am Mittwoch sind es schon fünf Grad mehr.

Wetterexperte warnt vor den Folgen

Besonders hart trifft es kranke und ältere Menschen. Dr. Brandt: „Das ist eine gefährliche Lage für Leute, die krank sind. Das wird man später auch in der Sterbestatistik erkennen.“ Sein Appell richtet sich an alle, die hilfsbedürftige Menschen in ihrer Nähe haben: „Achtet jetzt auf Eure Nachbarn. Schaut, ob ihr Betroffene in der Nachbarschaft habt, die ausreichend trinken.“

Einen kleinen Hoffnungsschimmer sieht Diplom-Meteorologe Dominik Jung – seine Vorhersage gegenüber BILD: „Das europäische Modell berechnet für die kommende Woche eine deutliche Abkühlung auf Temperaturen unter 30 Grad. Das ist aber noch nicht sicher – und die Ergebnisse springen da noch hin und her.“

So heiß wird der Siebenschläfer

Dennoch sieht auch er die Warnzeichen eines extremen Sommers: Deutschland liegt deutlich über den Werten, die Ende Juni üblich sind. „Die Temperaturen liegen 10 bis 15 Grad über den Durchschnittswerten.“ Und am Samstag droht mit knapp 40 Grad ein neuer Rekord. „Das wird der heißeste Siebenschläfer der Geschichte der Wetteraufzeichnungen“, so Jung.

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