Rheinfelden (Baden-Württemberg) – Wieder ein Angriff in einer Regionalbahn. Diesmal eskaliert ein Streit um eine Zugverspätung. Ein bislang unbekannter Mann soll einen Lokführer geschlagen, gewürgt und über den Bahnsteig geworfen haben, nachdem dieser ihn per Zugdurchsage bloßgestellt hatte.
Der Vorfall ereignete sich nach Angaben der Bundespolizei am frühen Morgen. Der Mann soll gegen 6.45 Uhr am Bahnhof Wyhlen in die Regionalbahn der Deutschen Bahn eingestiegen sein. Dabei habe er mehrfach die Türen des Zuges blockiert. Die Folge: Der Zug verspätete sich. Am Endbahnhof Rheinfelden im Landkreis Lörrach (Baden-Württemberg) machte der Lokführer dann die fatale Durchsage. Darin nannte er die Türblockade als Grund für die entstandene Verspätung.
Streit eskaliert nach Durchsage
Der mutmaßliche Täter soll zunächst noch aus dem Zug ausgestiegen, kurz darauf erneut eingestiegen sein, um den Lokführer zur Rede zu stellen. Zwischen den beiden Männern entwickelte sich laut Bundespolizei ein Wortgefecht. Als der Bahnmitarbeiter den Mann schließlich aus dem Zug drängen wollte, soll die Situation eskaliert sein. Nach Angaben der Ermittler schlug der Verdächtige dem Lokführer ins Gesicht, würgte ihn und warf ihn über den Bahnsteig. Anschließend flüchtete der Mann.
Polizei beschreibt den Täter
Die Bundespolizei ermittelt und bittet nun Zeugen um Hinweise. Gesucht wird ein Mann im Alter von etwa 40 Jahren. Er soll rund 1,70 Meter groß sein, blonde Haare gehabt haben und mit einem beigefarbenen Pullover sowie einer schwarzen Hose bekleidet gewesen sein. Außerdem habe er ein kleines, schwarzes Fahrrad mit sich geführt. Zeugen werden gebeten, sich bei der Bundespolizei unter der Telefonnummer 07628/8059-0 zu melden.