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Russischer Künstler in Polen erschossen: War er ein Putin-Kritiker?

Russischer Künstler in Polen erschossen: War er ein Putin-Kritiker?
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Lublin (Polen) – Ein russischer Künstler und Putin-Kritiker ist im Osten Polens auf offener Straße erschossen worden. Auf den 44-Jährigen seien mehrere Schüsse abgegeben worden, sagte ein Polizeisprecher der Woiwodschaft Lublin der polnischen Nachrichtenagentur PAP zufolge.

Tatort war demnach die Stadt Biala Podlaska, die etwa 35 Kilometer vor der Grenze zu Belarus liegt. Dem Hergang nach sehe es nach einer geplanten Tötung aus, sagte der Polizeisprecher. „Wir kennen aber das Motiv des Täters bisher nicht“, sagte er. Gefasst werden konnte der Schütze nicht.

Toter soll sich über Putin lustig gemacht haben

Während die polnische Polizei keine Namen nannte, identifizierten russische und belarussische Oppositionsmedien den Toten als einen Aktionskünstler und Karikaturisten. Der Name, der unter anderem von Russlands Oppositionsmedium „Meduza“ genannt wird, lautet Semyon Skrepetsky. Ob es sich bei dem Opfer wirklich um ihn handelt? Unklar. Was klar ist: Skrepetsky hat sich laut Medienberichten mit Spottzeichnungen von Kreml-Herrscher Wladimir Putin, dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko und Sowjetdiktator Josef Stalin einen Namen gemacht. Skrepetsky lebte seit 2021 in Polen im Exil.

Protestaktion in Berlin vor wenigen Tagen

Noch am 12. Juni, dem russischen Nationalfeiertag, war der Performance-Künstler in Berlin. Dort war er unter anderem am Brandenburger Tor, zog dann auch in Richtung der russischen Botschaft in der Prachtstraße „Unter den Linden“. Dabei trug er ein eigenes Gemälde bei sich, das Stalin mit Putin als Säugling darstellte. An der Botschaft angekommen, ging er laut Berichten des russischen oppositionellen Nachrichtenmediums „Sota News“ an Gästen vorbei, die sich für einen Galaempfang eingefunden hatten. Zu den Ankommenden zählten ausländische Diplomaten – darunter Vertreter aus dem Iran – sowie Personen in Militäruniform. Auf der Plattform X sind Bilder des Auftritts zu sehen.

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