Der Autozulieferer Robert Bosch bekommt überraschend zum 1. Juli einen neuen Chef. Stefan Hartung lege sein Amt als Vorsitzender der Geschäftsführung am Dienstag, den 30. Juni, auf eigenen Wunsch nieder, teilte der Stiftungskonzern am Freitag in Stuttgart mit.
Dabei war der Vertrag des heute 60-Jährigen erst im vergangenen Jahr bis 2031 verlängert worden. Sein Nachfolger wird der Chef der Konsumgütersparte, Christian Fischer. Der 58-Jährige ist seit Hartungs Amtsantritt dessen Stellvertreter. Er war auch maßgeblich am Kauf des Lüftungs- und Klima-Geschäfts von Johnson Controls und Hitachi beteiligt, dem mit umgerechnet 7,4 Milliarden Euro größten Zukauf der Firmengeschichte.
„Er wird die Umsetzung der Strategie konsequent vorantreiben, um das Unternehmen in Zeiten multipler Herausforderungen in seinen Märkten weiter zukunftsfest zu machen“, sagte Aufsichtsratschef Stefan Asenkerschbaumer. „Christian Fischer hat in den vergangenen Jahren bewiesen, dass er strategisch denkt, unternehmerisch handelt und weitsichtig führt.“
Fischer hatte nach einem Wirtschaftsstudium 1996 als Trainee bei Bosch angefangen und später zwölf Jahre lang für andere Unternehmen gearbeitet, ehe er 2018 als Mitglied der Geschäftsführung zurückkehrte. Dort ist er unter anderem für die Hausgeräte-Tochter BSH und die Werkzeug-Sparte zuständig.