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USA: JD Vance will aufs Land ziehen, doch da will ihn keiner

USA: JD Vance will aufs Land ziehen, doch da will ihn keiner
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Washington/Berlin – Es ist ein gediegener Rückzugsort der Washingtoner Politik-Elite: die Kleinstadt Middleburg mit ihren knapp 670 Einwohnern. Frühere US-Präsidenten wie John F. Kennedy und Ronald Reagan zogen sich hier auf idyllische Anwesen zurück, auch Barack Obama (64) hielt sich immer wieder in dem Örtchen auf. Jetzt soll US-Vizepräsident JD Vance (41) der nächste Neuzugang sein – doch im Ort ist er nicht sonderlich willkommen.

Mehrere US-Medien („Washington Post“, Axios) berichten über den möglichen Umzug von JD Vance und seiner Familie nach Middleburg. Der Trump-Vize, der gerade zum vierten Mal Vater geworden ist, möchte dort einen zweiten Wohnsitz einrichten. Beim neuen Zuhause der Vances soll es sich um die Wolver Hill Farm handeln, ein 200-Hektar-Anwesen – etwa eine Autostunde vom Washingtoner Regierungstrubel entfernt.

Das Grundstück grenzt an das luxuriöse Salamander Resort und umfasst ein großes Steinhaus und Ländereien. Der geschätzte Wert: neun Millionen US-Dollar. Die Farm gehört Charles Kuhn, dem Gründer der Umzugsfirma, die mehrere US-Präsidenten beim Ein- und Auszug aus dem Weißen Haus unterstützt hat – darunter auch Präsident Donald Trump (80). Vance will demnach Teile des Anwesens anmieten.

Sorgen vor Motorradkolonnen und Security

Middleburg ist mit seinen Pferdegestüten, Weingütern und nur einer einzigen Ampel (!) ideal für eine gestresste Politikerfamilie. Aber: Vor Ort fürchten sich die Einwohner vor Motorradkolonnen, Hubschrauberlärm und zu viel Security. Und das nicht ohne Grund, denn am früheren Wohnort der Familie in Alexandria gab es Dauerbeschwerden über gesperrte Straßen und Parks sowie extreme Sicherheitsmaßnahmen.

Bereits jetzt kursieren in Middleburg Spekulationen. Die Nachricht, dass Vance und seine Frau Usha (40) hier einen Zweitwohnsitz beziehen wollen, beherrscht laut „Washington Post“ die Gespräche in der Stadt. Die renommierte Zeitung hat mehrere Bewohner befragt, wie sie die Umzugspläne finden. Ihnen geht es weniger um Politik als um die Sorge, Vance könnte den Trubel Washingtons mit nach Middleburg bringen.

Anwohner berichten bereits, sie hätten Kolonnen schwarzer SUVs gesehen, ein Hubschrauber des Marine Corps sei auf dem Anwesen gelandet sowie eine Flugverbotszone für Drohnen über dem Grundstück eingerichtet worden. „Ich darf nicht einmal mein Gebäude ohne Genehmigung streichen – da sollte man doch meinen, sie hätten zumindest eine Bürgerversammlung einberufen, um darüber zu sprechen“, beklagt sich die 35-jährige Kenna Day.

„Wurde uns einfach vor die Nase gesetzt“

Die Inhaberin des örtlichen Geschenkeladens ist sauer. „Uns wurde das einfach vor die Nase gesetzt“, sagte sie der „Washington Post“. Und: „Ich mache mir Sorgen, dass die Ruhe gestört wird, die wir hier genießen. Genau deshalb kommen die Menschen hierher. Wir verstehen uns hier alle so gut.“

Nach Angaben einer anonymen Quelle hat der Secret Service bereits Gespräche mit der örtlichen Polizei geführt. Ein Sprecher erklärte, zu privaten Wohnsitzen äußere man sich grundsätzlich nicht. Auch das Büro von JD Vance wollte den Bericht nicht kommentieren.

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