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WM 2026: Hat Boston genug Bier für die deutschen Fans?

WM 2026: Hat Boston genug Bier für die deutschen Fans?
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Boston (USA) – Die Bars in Boston schlagen Alarm: Das Bier fließt in Strömen – und zeitweise gingen sogar die Vorräte aus! Der Grund: die „Tartan Army“. So nennen sich die schottischen Fußballfans, die vor ihrem WM-Aus tagelang die Kneipen der Stadt stürmten. Jetzt rollt bereits die nächste Fan-Welle an: Am Montag trifft das DFB-Team im Sechzehntelfinale auf Paraguay – und mit ihm reisen Tausende deutsche Anhänger nach Massachusetts. Die große Frage: Reicht das Bier diesmal?

Die Bilder der schottischen Fans gingen um die Welt. In Trikots und Kilts feierten sie ausgelassen, spielten Dudelsack, setzten historischen Statuen Verkehrskegel auf den Kopf, eroberten die Herzen mit ihrer freundlichen Art – und vor allem: Sie tranken Bier. Jede Menge Bier. Zentrum der Party: Boston. „Die ganze Straße war voller Leute. Es war verrückt. So etwas habe ich noch nie gesehen! Das schottische Bier war am ersten Tag ausverkauft, wir mussten sofort nachbestellen“, sagt Bevan Doherty (19), Bedienung im Pub „Hennessy’s“, zu BILD.

Bars organisierten Bier-Notlieferungen

Mehrfach täglich organisierten die Bars Notlieferungen. Ein Kellner erinnert sich an eine Rechnung mit 100 Bieren – und trotzdem seien die Schotten kaum betrunken gewesen. Was normalerweise in zwei Monaten verkauft wird, ging innerhalb von nur zwei Wochen über die Theke.

Auch Paula Vanejas (29), Barkeeperin im „The Point“, staunt noch immer: „Wir haben nicht erwartet, dass so etwas Großes auf uns zukommt. Das schottische Bier war blitzschnell ausgetrunken. Selbst unser großer Kühlraum im Keller war komplett leer. Am Ende wurden sogar Sorten bestellt, die sonst kaum jemand trinkt. Wir mussten Dosen und Flaschen nachordern.“

Jetzt bereiten sich die Bars auf die deutschen Fans vor. „Wir haben mehr Bier bestellt. Der ganze Keller ist voll“, sagt Santiago Rojas (32) vom Restaurant „Joia“.

6000 Liter Bier für die deutschen Fans

Auch im „Samuel Adams Tap Room“ laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Dort trifft BILD Jim Koch (77), Mitbegründer der Boston Beer Company und Gründer der Marke „Samuel Adams“. „Ich glaube, wir haben genug Bier für die Deutschen“, sagt er. „Die Schotten haben die Messlatte extrem hochgelegt. Wir haben rund 400 Liter pro Stunde verkauft.“

Das brachte selbst die routinierte Großbrauerei aus dem Konzept. Sie musste ihre Barkeeper zum Hauptstandort schicken, um Nachschub zu holen! „Ich hoffe, die Deutschen trinken unsere Vorräte noch einmal leer. Sie sind hier herzlich willkommen“, sagt Koch.

Die Brauerei hat nach eigenen Angaben bereits 80 Prozent mehr Bier verkauft als in einem gewöhnlichen Sommer ohne Fußball-WM. Für die deutschen Fans stehen inzwischen rund 6000 Liter Fassbier bereit – dazu kommen massenhaft Dosen.

Gemütlichkeit beibehalten

Für Koch bleibt von den Schotten vor allem eines in Erinnerung: ihre besondere Art zu feiern. „Sie haben uns gezeigt, was Gemütlichkeit bedeutet. Das möchten wir bewahren. Diese Gemütlichkeit ist dem Weltfrieden ziemlich nah.“

Dann wird der Bier-Boss plötzlich emotional. Als er von seinen beiden Töchtern erzählt, die einst mit ihrer Fußballmannschaft Meister wurden, kommen ihm die Tränen. „Keine Spielerin war einzeln außergewöhnlich. Aber zusammen, als ein Team, waren sie unschlagbar. Das ist, was Fußball uns lehrt. Dass man als Team alles erreichen kann.“ Sein Tipp für das Sechzehntelfinale fällt eindeutig aus: „Deutschland wird Paraguay schlagen.“

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