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Zweiter Einbruch in sechs Monaten: Diebe krachen schon wieder in Juwelier-Geschäft

Zweiter Einbruch in sechs Monaten: Diebe krachen schon wieder in Juwelier-Geschäft

Kleve – Es ist derselbe Juwelier, dieselbe Masche – doch diesmal endet der spektakuläre Raubzug mit mehreren Festnahmen. Innerhalb von nur sechs Monaten ist das Geschäft an der Hagschen Straße erneut Ziel eines spektakulären Blitz-Einbruchs geworden.

In der Nacht zu Donnerstag um 3.18 Uhr rammten Unbekannte mit einem schwarzen Ford Kuga, der als gestohlen gemeldet war, das Schaufenster des „Royal Juweliers“ in Kleve (NRW). Die Täter stürmten das Geschäft, erbeuteten Schmuck und flüchteten mit einem zweiten Wagen, einem Renault Clio. Den Ford ließen sie im zerstörten Schaufenster zurück. Der ganze Einbruch hat nur etwa zwei bis drei Minuten gedauert.

Die Polizei reagierte sofort. Neben zahlreichen Einsatzkräften war auch ein Spezialeinsatzkommando im Einsatz. Ein Polizeihubschrauber kreiste über dem Stadtgebiet.

Mutiger Zeuge stellt einen der Täter

Doch diesmal wurden die Räuber nicht nur von der Polizei überrascht. Ein 24-jähriger Bewohner des Hauses über dem Juwelier griff ein: „Ich kann bestätigen, dass der junge Mann mit einem Gegenstand auf einen der Tatverdächtigen losging und ihn auch erwischt hat. Den genauen Ablauf versuchen wir gerade zu rekonstruieren“, sagt der Sprecher der Polizei. Nach BILD-Informationen musste der Zeuge den Mann wieder loslassen, als das Fluchtfahrzeug auf ihn zuraste. Der Tatverdächtige sprang in den Wagen, der mit hoher Geschwindigkeit davonfuhr.

Intensive Fahndung brachte Erfolg

Der Fahndungserfolg ließ nicht lange auf sich warten. „Im Rahmen der Fahndung ergab sich ein Hinweis auf einen möglichen Aufenthaltsort der Tatverdächtigen im Stadtgebiet Kleve. Kurz darauf konnten wir vier Männer festnehmen. Nur wenige Minuten danach wurde ein fünfter Mann festgenommen, der zu Fuß auf der Flucht war“, sagte Polizeisprecher Stefan Sparberg zu BILD.

Bis 7.55 Uhr befanden sich alle fünf Tatverdächtigen in Polizeigewahrsam. Nach Angaben der Polizei handelt es sich um niederländische Staatsangehörige. Zudem konnten die Ermittler zumindest einen Teil der Beute sicherstellen. Ob der komplette gestohlene Schmuck wiedergefunden wurde, ist noch unklar.

Nicht der erste Blitz-Einbruch beim Juwelier

Es ist bereits der zweite Rammbock-Einbruch in dasselbe Geschäft innerhalb von sechs Monaten. Am 30. Dezember war ein schwarzer Volvo V40, der in den Niederlanden als gestohlen gemeldet worden war, in das Schaufenster gerast. Mehrere Täter drangen in das Geschäft ein, brachen Vitrinen auf und stahlen Schmuck in bislang unbekannter Höhe. Anschließend flüchteten sie mit einem dunklen Tesla mit niederländischen Kennzeichen in Richtung Lindenallee. Damals gelang ihnen die Flucht.

Besonders bitter für den Geschäftsinhaber: Die Reparaturarbeiten nach dem ersten Blitz-Einbruch waren erst vor wenigen Wochen abgeschlossen worden. Ob beide Taten miteinander in Verbindung stehen, wird nun von den Ermittlern geprüft.

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