In der Nacht ist erneut der Libanon Ziel israelischer Raketen gewesen. Die israelische Luftwaffe griff nach eigenen Angaben Stellungen der proiranischen Hisbollah in Beirut an. Ziel sei die Infrastruktur der Terrororganisation gewesen. Das MilitĂ€r hatte ein GebĂ€ude in den sĂŒdlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt als StĂŒtzpunkt der schiitischen Miliz identifiziert und Anwohner aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. Aus dem SĂŒden des Libanon nahe der israelischen Grenze berichteten die israelischen StreitkrĂ€fte, ihre Angriffe hĂ€tten Raketenabschussrampen und eine Drohnenfabrik der Hisbollah zerstört.
Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden auf einer Autobahn in der NÀhe von Beirut Fahrzeuge von israelischen Drohnen angegriffen. Drei Menschen seien getötet und sechs weitere verletzt worden. Das israelische MilitÀr gab an, dort ein Mitglied der militant-islamistischen Hisbollah ins Visier genommen zu haben.
Israel lockert EinschrÀnkungen
In Israel werden BeschrĂ€nkungen fĂŒr die Bevölkerung gelockert. Einige kriegsbedingte Regeln wĂŒrden gelockert, begrenzte AktivitĂ€ten zugelassen und öffentliche Versammlungen mit bis zu 50 Personen erlaubt, sofern sie in der NĂ€he von SchutzrĂ€umen stattfinden, teilte die israelische Armee mit. ArbeitsstĂ€tten dĂŒrften wieder öffnen, sofern sie nahe SchutzrĂ€umen liegen. Schulen und andere Bildungseinrichtungen bleiben geschlossen. Nach eigener EinschĂ€tzung hat Israel bereits "historische Erfolge" im Krieg gegen den Iran erzielt. Auch US-PrĂ€sident Donald Trump hat sich zufrieden ĂŒber den Kriegsverlauf geĂ€uĂert.
Kurden bereiten sich auf Iraneinsatz vor
Kurdisch-iranische Dissidentengruppen im Nordirak bereiten sich auf einen möglichen MilitĂ€reinsatz im Iran vor. Truppen seien in die NĂ€he der iranischen Grenze in der Provinz Suleimanija verlegt worden und hielten sich in Bereitschaft, sagte ein Vertreter der Partei fĂŒr die Freiheit Kurdistans (PAK). Die iranischen Kurden gelten als der am besten organisierte Teil der zersplitterten iranischen Opposition. Die verschiedenen Gruppen verfĂŒgen SchĂ€tzungen zufolge ĂŒber Tausende ausgebildete KĂ€mpfer. Die iranischen StreitkrĂ€fte berichteten in den Morgenstunden, sie hĂ€tten kurdische Gruppen im Irak angegriffen.
Tanker im Persischen Golf beschÀdigt
Vor der KĂŒste von Kuwait im Persischen Golf hat eine Explosion einen Tanker beschĂ€digt. Der KapitĂ€n des Schiffes habe eine Explosion an der Backbordseite bemerkt, bevor ein kleines Boot davongefahren sei, berichtete die britische Behörde fĂŒr Sicherheit der Handelsschifffahrt. Ăl aus dem Ladetank laufe ins Meer aus. Ein Brand wurde zunĂ€chst nicht gemeldet. Das Schiff befindet sich mindestens 60 Kilometer vor Mubarak al-Kabir und damit auĂerhalb von kuwaitischen GewĂ€ssern. Weitere Einzelheiten waren zunĂ€chst nicht bekannt.
Iran dementiert Kontakte zur CIA
Irans Geheimdienstministerium hat der Nachrichtenagentur Tasnim zufolge einen Bericht ĂŒber geheime Kontakte zur Beendigung des Irankrieges dementiert. Anlass war ein Bericht in der Die Zeitung hatte geschrieben, Mitarbeiter des Ministeriums seien nach Kriegsbeginn indirekt ĂŒber den Geheimdienst eines Drittstaates an den US-Geheimdienst CIA herangetreten, um Bedingungen fĂŒr ein Ende des Konflikts auszuloten. Eine "informierte Quelle" bezeichnete dies laut Tasnim als falsch und als Teil einer psychologischen KriegsfĂŒhrung.