Jetzt kommt es so richtig dicke: Unwetter sind im Anflug und werden es wohl spÀtestens am Wochenende so richtig knallen lassen. Der Wonnemonat Mai verabschiedet sich mit einem ordentlichen Rumms! Die Wetterexperten sagen Starkregen, Hagel und schwere Sturmböen voraus.
Schluss also erst einmal mit der Sonnenschein-Flut, die uns in den vergangenen Tagen reichlich verwöhnt hat. Stattdessen drohen ĂŒberflutete StraĂen, vollgelaufene Keller und umstĂŒrzende BĂ€ume. Zwar startet der Freitag laut Deutschem Wetterdienst (DWD) zunĂ€chst wieder mit viel Sonne. Aber am Nachmittag kommt's dann möglicherweise zunĂ€chst im Norden deftig: âKrĂ€ftige Gewitterâ, so die Experten, geben dem Sommerfeeling der vergangenen Tage einen richtigen DĂ€mpfer.
GegenĂŒber BILD kĂŒndigt Diplom-Meteorologe Dominik Jung an: âWir mĂŒssen wohl Abschied von den hochsommerlichen Tagen mit Sonnenschein pur nehmen. Aus Westen schiebt sich ein Tief heran, das schwĂŒl-warme Luft mitbringt. Die AtmosphĂ€re heizt sich auf.â Schon am Freitag wird es deshalb mancherorts ordentlich regnen. Einziger Trost: Es bleibt weiter hochsommerlich warm. Der DWD sagt fĂŒr den Freitag Temperaturen von 26 bis 30 Grad voraus. Im Westen und SĂŒdwesten könnten es auch noch einmal bis zu 33 Grad werden, an der KĂŒste um die 24 Grad.
So klingt der Mai am Wochenende aus
Die ersten Schauer sind ein Vorgeschmack auf das, was Deutschland dann am Wochenende blĂŒht. Jungs Blick auf den Samstag: âZunĂ€chst geht's in der NordhĂ€lfte von Deutschland los. Ab Mittag erfasst die Gewitterfront die Mitte, im weiteren Verlauf greift sie auf den SĂŒden ĂŒber.â Er befĂŒrchtet lokal sogar âausgewachsene Unwetterâ. Und die könnten auch das Wetter am Sonntag und Montag bestimmen.
Auch Wetterexperte Dr. Karsten Brandt trĂŒbt die Hoffnung, prognostiziert fĂŒr Freitag: âEs wird zwar schwĂŒl-warm, aber gewittrig. Unsicher ist aber noch, wann was wo herunterkommt. Die ersten Gewitter dĂŒrfte es wahrscheinlich in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen geben. Aber wohl erst gegen Abend. Ansonsten bleibt es zunĂ€chst noch lange schön und heiĂ.â
Am Samstag könnte es nach seiner Voraussage ab dem spĂ€ten Nachmittag dann erneut gewittern. Brandt: âDas trifft aber nicht jeden: Der Schwerpunkt liegt dann wohl ĂŒber dem Mittelgebirge, in Baden-WĂŒrttemberg und Bayern.â
KĂŒhle Luft trifft auf das aufgeheizte Deutschland
Von den Sonnenstunden am StĂŒck, die uns die Hitzeglocke (âHeat Domeâ) zuletzt beschert hat, werden wir aber langsam Abschied nehmen mĂŒssen. Denn Brandt ist sich sicher: âHeute ist der letzte Tag mit langem Sonnenschein. Da können wir schon mal einen Haken dran machen. Denn die erste europĂ€ische Sommermonsun-Welle rauscht an. KĂŒhle Luft vom Atlantik trifft auf die aufgeheizte Luft in Europa und lĂ€sst es krachen.â
Brandt empfiehlt angesichts des bevorstehenden Ungemachs und der drohenden Unwetter: âDie Fenster vorsorglich geschlossen lassen, sonst könnte es in der Wohnung feucht werden.â Und vor allem die offiziellen Wetterwarnungen beachten, damit nicht das böse Erwachen kommt.