Monaco – Wende nach der Bomben-Explosion in Monaco: Bei dem mutmaßlichen Attentat vor einer Luxusresidenz wurde der ukrainische Milliardär Wadym Jermolajew (58) lebensgefährlich verletzt. Zunächst hieß es, die Ehefrau des Ukrainers, Anna Jermolajew (56), habe bei dem mutmaßlichen Attentat beide Beine verloren. Auch BILD berichtete. Jetzt stellt sich heraus: Die schwer verletzte Frau war offenbar gar nicht seine Ehefrau, sondern seine langjährige Geliebte Anna Nasobina (46).
Nasobina wurde bei der Explosion so schwer verletzt, dass ihr beide Beine amputiert werden mussten. Sie liegt weiter in einem Krankenhaus in Nizza und ist in einem „ernsten Zustand“. Auch ihr gemeinsamer 13-jähriger Sohn mit Jermolajew wurde bei der Explosion verletzt. Sein Zustand soll inzwischen stabil sein.
Die Bombe war am Montagabend am Eingang des Luxus-Wohnkomplexes „Sun’s Palace“ in Monaco explodiert. Überwachungskameras zeigen einen Verdächtigen, der kurz zuvor einen Rucksack mit Sprengstoff und Metallsplittern am Gebäude abgestellt haben soll. Anschließend flüchtete er. Der Mann wird weiterhin gesucht.
Seine Ehefrau war gar nicht vor Ort
Jermolajews Ehefrau Anna Jermolajew (56), mit der der Oligarch vier Kinder hat, meldete sich nach dem Anschlag selbst zu Wort. Sie erklärte gegenüber ukrainischen Medien, dass sie sich zum Zeitpunkt der Explosion an einem anderen Ort befunden habe und unverletzt sei. Derzeit arbeite sie mit den Ermittlungsbehörden zusammen.
Nach Angaben britischer Medien war Anna Nasobina die langjährige Geliebte des Milliardärs. Die Juristin aus Dnipro lebt in Großbritannien, leitet eine Londoner Investmentgesellschaft und ist Mitgründerin eines privaten Mitgliederclubs in der britischen Hauptstadt.
War das ein Rache-Anschlag?
Die französischen Ermittler prüfen inzwischen mehrere Motive. Laut britischen Medien steht auch die Möglichkeit im Raum, dass der Anschlag mit mutmaßlichen Betrugsnetzwerken in Verbindung stehen könnte, die dem ältesten Sohn des Milliardärs zugerechnet werden. Eine offizielle Bestätigung für dieses mögliche Motiv gibt es bislang jedoch nicht.