New York – Einer der größten Konflikte unserer Zeit sorgt jetzt auch für mächtig Krach im Showbiz! Wegen einer Kontroverse um das israelische Vorgehen in Gaza keilt Hollywoodstar Javier Bardem („No Country for Old Men“) jetzt indirekt gegen Pop-Ikone P!nk („Get the Party Started“). Konkret will der Schauspieler die Musikerin aus ihrem Job bei der UN-Organisation UNICEF rausmobben.
Bardem teilt Petition gegen P!nk
Hintergrund: Bardem teilte auf Instagram eine Story, die für eine Online-Petition wirbt: P!nk soll bei UNICEF rausfliegen. Die Sängerin ist dort seit 2015 Botschafterin (u.a. für Ernährungsprogramme). Und postete kürzlich sogar: „Ich bin als Jüdin geboren.“
Wohl auch deshalb regte sie sich kürzlich fürchterlich über ihren Musiker-Kollegen Macklemore auf, der auf einem Konzert von Ed Sheeran mit Kufiya auf die Bühne kam und Israel kritisierte („Free Palestine“). Er warf Israel auch Apartheid und Völkermord vor.
Kritik an Macklemore-Auftritt
P!nk hatte exakt das zum Anlass genommen, zuvor eine Botschaft der Organisation „StopAntisemitism“ zu teilen. Die Gruppe hatte Macklemores Auftritt scharf kritisiert. Tenor: Menschen gehen ins Konzert, um Musik zu hören – nicht antisemitische Propaganda.
Was die Petition P!nk genau vorwirft
Das sorgte wiederum für die Petition gegen P!nk, sie bei UNICEF abzuberufen. Die Initiatoren argumentieren, die Sängerin habe Unterstützer der pro-palästinensischen Bewegung öffentlich angegriffen und dabei eine spaltende Haltung eingenommen. Wer eine internationale Kinderhilfsorganisation repräsentiere, müsse auch gegenüber Menschen mit anderen politischen Ansichten Mitgefühl und Respekt zeigen. Die Verfasser werfen P!nk deshalb vor, den Werten von UNICEF zu widersprechen. Zur Begründung heißt es, Vertreter der Organisation müssten glaubwürdig für Kinderrechte, Menschenwürde und humanitäre Prinzipien einstehen.
Bardem verbreitet Petition
Was die Petition verschweigt: Macklemore hatte sich schon in der Vergangenheit antisemitisch geäußert. Und Bardem? Der veröffentlichte kein persönliches Statement zu der Petition. Dürfte aber maßgeblich dazu beigetragen haben, dass die Zahl der Unterzeichner auf rund 200.000 anwuchs. Denn: Die Hollywood-Legende hat rund 1,6 Mio. Follower bei Instagram. Dort mischte er sich durch Posts schon öfter in den Nahost-Konflikt ein.