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Feuerwehrleute sterben in der Ukraine bei Doppelschlag durch Russland

Feuerwehrleute sterben in der Ukraine bei Doppelschlag durch Russland
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Charkiw (Ukraine) – Es ist eine perfide und menschenverachtende Taktik der Russen: Putins Armee schickt bewusst Drohnen und Raketen an Orte, die sie kurz vorher schon angegriffen hat. Damit sollen gezielt Einsatzkräfte ins Visier genommen werden, die gerade das Leben von Zivilisten retten wollen. Bei einem dieser Angriffe in Charkiw starben jetzt vier ukrainische Feuerwehrleute.

Lokale Medien berichten, dass in der Nacht zu Montag mindestens zwei Stadtteile der zweitgrößten Stadt des Landes angegriffen wurden. Um 1.24 Uhr schlugen Raketen ein, um 1.36 Uhr detonierte eine Kampfdrohne iranischer Bauart.

Als dann Einsatzkräfte der Feuerwehr mit Löscharbeiten beschäftigt waren, griff Russland die Tatorte erneut an – die Männer hatten keine Chance. Alle vier dienten in der 6. Staatlichen Feuerwehr- und Rettungseinheit der Stadt im Nordosten der Ukraine.

Der ukrainische Innenminister Igor Klymenko (53) und der staatliche Katastrophenschutzdienst DSNS bestätigten die Todesfälle und die grausame Taktik. Minister Klymenko sprach den Familien der Opfer sein Beileid aus und nannte sie „Helden ohne Waffen“. Auf Telegram schrieb er: „Die Ukraine verliert leider weiterhin diejenigen, die Leben retten.“

Russland wendet die Taktik seit 2022 an

Hintergrund: Russland wendet die Taktik des Doppelschlags, bei der neben Feuerwehrleuten häufig auch Polizisten, Sanitäter und zivile Helfer zum Ziel werden, bereits seit dem ersten Kriegsjahr 2022 an – und davor auch im syrischen Bürgerkrieg. DSNS-Chef Andrii Danyk sagte: „Eine weitere tragische Nacht für die Ukraine und insbesondere für unseren Dienst.“ Der Bürgermeister von Charkiw, Igor Terechow, sprach von einem „heimtückischen zweiten Schlag“.

In der Nacht hatte Russland auch viele weitere Städte der Ukraine mit massiven Drohnen- und Raketenangriffen überzogen, elf Menschen starben. In Kiew trafen Putins Raketen eine Unesco-Weltkulturerbestätte: Die Mariä-Entschlafens-Kathedrale im Bereich des berühmten Höhlenklosters geriet in Brand. Laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) konnte das Feuer am Montagmorgen gelöscht werden. Es sei „eines der bislang schwersten Verbrechen Russlands gegen die christliche Kultur“, so Selenskyj.

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