Sport

Jesús de Miguel: Fußball nimmt Abschied vom verstorbenen Profi

Jesús de Miguel: Fußball nimmt Abschied vom verstorbenen Profi
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen

Am Montag standen sie noch zusammen auf dem Platz, heute tragen sie den Sarg ihres Mitspielers. Nach dem tragischen Tod des spanischen Zweitliga-Fußballers Jesús de Miguel (†30) sind hunderte Menschen zu seiner Beerdigung nach Navahermosa, 130 Kilometer südwestlich von Madrid, gekommen. Spieler seiner Mannschaft CD Teneriffa tragen ihn zum Grab. Auch sein Ex-Klub CD Castellón ist vor Ort.

Unter den Anwesenden waren zudem Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente (65), der in der vergangenen Woche beim Ballon d’Or zum Welttrainer ausgezeichnet wurde, Real-Präsident Florentino Pérez (79) sowie die Bosse von Atlético Madrid und des spanischen Fußballverbandes.

Weltmeister-Trainer De la Fuente sagte am Rande der Trauerfeier zur spanischen Zeitung „AS“: „Wir wollten in der Nähe von Jesús’ Familie sein, um unsere Trauer, Solidarität und unseren Respekt auszudrücken.“

Die Gedenkmesse findet in der Pfarrei San Miguel Arcángel in Navahermosa statt. Aufgrund des großen Andrangs mussten Dutzende Menschen draußen warten.

De Miguel war am Dienstag nach einem Foul im Zweitliga-Spiel gegen den FC Andorra verstorben. In der Nachspielzeit des Montagabend-Spiels war de Miguel mit Andorras Torwart Jesús Owono (25) kollidiert und anschließend regungslos auf dem Rasen liegen geblieben. Offensichtlich hatte er auch Verletzungen am Kopf erlitten. Die Rettungskräfte eilten sofort auf den Platz. In einer ersten Mitteilung zum Zustand des Spielers hieß es dann, dass die Rettungskräfte den Fußballer auf dem Weg ins Krankenhaus wiederbeleben mussten. Er habe einen Herzstillstand erlitten. Doch sein Zustand verschlechterte sich in der Nacht dramatisch.

Am Dienstagmorgen dann die traurige Gewissheit: Um 8 Uhr starb Jesús de Miguel im Universitätsklinikum Nuestra Señora de Candelaria.

Die Nachricht vom Tod des Spaniers ging um die gesamte Welt. Der spanische Fußball-Verband sagte alle angesetzten Pokalspiele ab. In der Champions League gab es eine Schweigeminute, die Mannschaften spielten mit Trauerflor. Schon gestern trauerten zahlreiche Fans am Stadion in Teneriffa.

Vielleicht verpasst