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Konkurrenz soll einziehen: Peek & Cloppenburg droht an Top-Adressen zu verschwinden

Konkurrenz soll einziehen: Peek & Cloppenburg droht an Top-Adressen zu verschwinden
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Düsseldorf/Berlin/Frankfurt – Ein traditionsreicher Name könnte aus drei deutschen Einkaufsstraßen verschwinden. Peek & Cloppenburg (P&C) droht offenbar der Verlust seiner prestigeträchtigen Weltstadthäuser in Düsseldorf, Berlin und Frankfurt. Stattdessen könnte dort künftig der spanische Modegigant Inditex mit Marken wie Zara, Bershka und Massimo Dutti einziehen.

Das will das „Handelsblatt“ aus Insiderkreisen erfahren haben. Besonders brisant: Die Immobilien gehören zum Umfeld derselben Unternehmerfamilie, zu der auch der deutsche Modehändler zählt. Laut Medienbericht sollen die Mietverträge mit dem Modekonzern Inditex, der in Deutschland auf Expansionskurs ist, für alle drei Standorte bereits unterschrieben sein.

Das sagt das Unternehmen

P&C hält sich noch bedeckt, bestätigt weder noch dementiert entsprechende Meldungen. Eine Sprecherin sagt zu BILD: „Wir bekennen uns zu Berlin mit acht Häusern und im Umfeld zwei Häusern, genauso wie zu Frankfurt mit fünf Häusern. Und Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) ist insbesondere wichtig für uns als Heimatstandort.“

Zur Zukunft der Geschäfte in Düsseldorf, Berlin und Frankfurt sei noch nichts entschieden. „Es ist bekannt, dass die Weltstadthäuser für eine gemischte Nutzung umgebaut werden, beispielsweise auch mit Büros“, erklärt die Sprecherin auf BILD-Anfrage weiter. Und: „Sie werden dann auch weniger Einzelhandelsfläche haben. Welche Rolle wir dort dann als Händler spielen werden, werden wir zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.“

In Düsseldorf könnte schon nächstes Jahr Schluss sein

Für P&C wäre vor allem der mögliche Abschied aus Düsseldorf ein schwerer Einschnitt. Hier eröffnete das Unternehmen vor 125 Jahren sein erstes Geschäft an der Schadowstraße. Bis heute betreibt der Händler für Bekleidung in seiner Heimatstadt nur dieses eine Haus. Die Firmenzentrale befindet sich ganz in der Nähe. Nach Informationen aus Branchenkreisen könnte aber bereits im Oktober 2027 Schluss sein. Bis dahin soll P&C das Gebäude in der Innenstadt räumen, heißt es. Auch der Standort am Berliner Kurfürstendamm und die Filiale auf der Frankfurter Zeil sollen künftig von Inditex genutzt werden.

Statt Geschäften mit 15.000 oder 16.000 Quadratmetern setzt P&C inzwischen vor allem auf kleinere Häuser zwischen 3000 und 5000 Quadratmetern. Das erklärte Geschäftsführerin Constanze Freienstein im Oktober in einem Interview gegenüber dem „Handelsblatt“. Nur in Ausnahmefällen sollen es bis zu 10.000 Quadratmeter sein.

Immobiliengesellschaft beruft sich auf Diskretion

Hinter den möglichen Veränderungen steckt eine besondere Konstellation: Die drei genannten Gebäude werden von der Immobiliengesellschaft Midstad verwaltet. Die Gesellschaft gehört ebenso wie P&C zum Umfeld der Unternehmerfamilie um Patrick Cloppenburg.

Doch die Immobiliengesellschaft und Modehändler verfolgen möglicherweise unterschiedliche Interessen. Auf Anfrage von BILD erklärt Unternehmenssprecherin Beate Steindor: „Zu spezifischen Vertragsbeziehungen oder einzelnen Projekten äußert sich Midstad aus Gründen der Diskretion grundsätzlich nicht einseitig ohne seine Vertragspartner.“

Modehändler leidet unter sinkenden Umsätzen

Seit Jahren leidet P&C unter sinkenden Umsätzen. 2023 musste das Unternehmen ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung durchlaufen. Seit Dezember 2025 steuert Freienstein das Geschäft in Deutschland, der Schweiz und den Benelux-Staaten. Sie soll den Konzern neu aufstellen. Offenbar könnte das jetzt die Standorte Berlin, Frankfurt und Düsseldorf treffen.

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