Wird zum ersten Mal eine Frau Chefin des Bundeskanzleramts – und damit wichtigste Vertraute von Friedrich Merz? Neben mehreren männlichen Kandidaten für die Nachfolge von Thorsten Frei fällt immer wieder ein Name: der von Gesundheitsministerin Nina Warken. Offiziell bestätigt ist bislang nichts.
Doch hinter den Kulissen läuft das übliche Spiel ab: Warken habe zu wenig Erfahrung, wird erzählt. Eigentlich sei sie nur im Rennen, weil sie eine Frau sei.
Das ist Unsinn. Als Gesundheitsministerin hat Warken bewiesen, dass sie komplexe Themen schnell durchdringt, Krisen managt und auch dann Kurs hält, wenn der Gegenwind heftig wird. Das schafft nicht jeder.
Natürlich kann auch Warken scheitern. Das soll auch schon Männern in diesem Amt passiert sein. Die richtigen Eigenschaften bringt sie erstmal mit.
Der Kanzler kann jetzt zeigen, dass er Mut zu neuen Wegen hat. Und nebenbei sein Image als Nur-Männer-Versteher korrigieren.