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Partei der PiS hetzt gegen Bundeswehrsoldaten: „Wir wollen euch nicht in Polen!“

Partei der PiS hetzt gegen Bundeswehrsoldaten: „Wir wollen euch nicht in Polen!“
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Warschau – Ein verwackeltes Handyvideo sorgt in Polen für mächtig Wirbel: Es zeigt zwei Soldaten der deutschen Bundeswehr in Uniform – mitten in der Hauptstadt Warschau! Ein Abgeordneter der oppositionellen PiS-Partei stellt sich ihnen in den Weg und fragt: „Was macht ihr hier? Warum sind hier deutsche Soldaten?“ Auf X geht der Clip viral, es ist von „Verstärkung“ für Ministerpräsident Donald Tusk (69) in der Verfassungskrise die Rede. Sogar die Deutsche Botschaft schaltet sich ein.

Zum Hintergrund: In Polen eskalierte zuletzt ein langjähriger Streit um das oberste Gericht. Tusks Regierung versuchte, den von der PiS nominierten Präsidenten des Verfassungsgerichts abzusetzen. Der aus den Reihen der PiS stammende Staatspräsident Karol Nawrocki (43) warf Tusk daraufhin eine gewaltsame und rechtswidrige Übernahme des Gerichts vor. Doch was hat unsere Bundeswehr mit diesen Vorgängen zu tun?

Für den PiS-Abgeordneten Dariusz Matecki (37), der die Deutschen ansprach, ist die Sache klar. Die Soldaten sollen aufseiten Tusks eingreifen! Auf der Plattform X wetterte er: „Dutzende Fahrzeuge der deutschen Armee und der deutschen Polizei sind auf polnischen Straßen unterwegs.“ Und weiter: „Wir wollen euch nicht in Polen!“ Der Abgeordnete Konrad Berkowicz (42) von der rechten Partei „Neue Hoffnung“ behauptete: „Donald Tusk hat Verstärkung aus Deutschland hergeholt. Brüssel, unter der Führung von Ursula von der Leyen (68), hat Militär nach Polen geschickt. Die Welt muss davon erfahren!“

Botschaft weist Vorwurf „strikt zurück“

Die Deutsche Botschaft in Warschau stellte in einer Pressemitteilung klar: Grund für die Truppenpräsenz sei eine Ausstellung zum 70-jährigen Bestehen der Luftwaffe. Warschau sei bewusst gewählt worden, um Polens Rolle beim Schutz der Nato-Ostflanke zu würdigen. Vorwürfe einer deutschen Einmischung in die polnische Innenpolitik weist die Botschaft „strikt zurück“.

Das hätte aber auch Matecki wissen können: Im Video ist noch zu sehen, wie einer der deutschen Soldaten ihm von der Ausstellung erzählt. Danach bricht das Bild abrupt ab. Auf X beharrte der Politiker später dennoch auf seiner Version. Schon Anfang der Woche hatten Gerüchte über eine deutsche Einmischung in die polnische Innenpolitik die Runde gemacht. So gab es Aufnahmen angeblich deutscher Polizeifahrzeuge auf dem Weg nach Warschau und Truppentransporte auf der Autobahn.

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