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Ukraine, Iran, Weltwirtschaft: Wie Trump wird’s bis zum Ende seiner Amtszeit?

Ukraine, Iran, Weltwirtschaft: Wie Trump wird’s bis zum Ende seiner Amtszeit?
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Washington – Was macht Donald Trump (80) jetzt nach der brutalen Wahlklatsche? Die Demokraten haben mit satten Mehrheiten in beiden Kongresskammern (Senat, Repräsentantenhaus) ab Januar die Zügel in der Hand. Trump wird dann nach Kräften blockiert. Und untersucht. Es ist eine brutale Wende: erst selbstherrliche Alleingänge, künftig eine von den Demokraten gebremste „lahme Ente“.

804 Tage bleiben ihm noch bis zum Ende seiner Amtszeit. Gleich vorweg: Dass Trump den Scharfmacher Stephen Miller (41) gerade zum Stabschef beförderte, ist ein erstes Indiz dafür, dass eher noch mehr Wüterei zu erwarten ist. Der größte Handlungsspielraum bleibt Trump in der Weltpolitik. Zwei Brennpunkte rücken in den Fokus.

Brennpunkt Ukraine

Sucht Trump den Deal mit Putin – oder hilft er Kiew? Klar ist: Mit seinem jüngsten Kuschelkurs gegenüber Kreml-Herrscher Wladimir Putin (74) gerät Trump ins Sperrfeuer der Kongress-Demokraten. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) kann auf mehr Unterstützung hoffen, auch zusätzliche Waffenlieferungen scheinen möglich.

Trump könnte allerdings seinen Veto-Stift zücken – und eine Brüskierung des Kongresses in Kauf nehmen. Der amerikanische Politologe Scott Erb sieht aber vor allem Putin als Verlierer, „da der Kongress deutlich ukrainefreundlicher sein wird“, sagt er zu BILD.

Oder: Trump könnte seine bisherige „Freundschaft“ mit Putin noch vertiefen und einen Diktatfrieden verfolgen.

Brennpunkt Iran-Krieg

Der Krieg belastet wegen der Energiekrise die Weltwirtschaft. Trump hatte zwar einen kurzfristigen wirtschaftlichen Schaden eingeräumt, beharrt aber darauf, dies sei der Preis, um eine iranische Atombombe zu verhindern. Auch hier sind zwei Szenarien denkbar:

  • Trump könnte mit massiven neuen Luftangriffen versuchen, den Iran endgültig in die Knie zu zwingen. Besonders Atomanlagen dürften dabei ins Visier schwerer bunkerbrechender Bomben (GBU-57) geraten. Der neue Kongress kann Kriegsvollmachten begrenzen und Geldmittel verweigern, den Oberkommandierenden aber bei kurzfristigen Militärschlägen kaum stoppen.
  • Oder Trump verfolgt auch hier einen großen Deal und inszeniert sich als Friedensstifter. Bisherige Verhandlungsanläufe mit dem Mullah-Regime blieben aber erfolglos.

Brennpunkt Wirtschaft

Auch sonst werden brutale Machtkämpfe zwischen Trump im Weißen Haus und dem demokratisch dominierten Kongress erwartet – auf breiter Front! Beim Reizthema künstliche Intelligenz (KI) setzte Trump zuletzt auf volle Kraft voraus, hofierte Tech-Milliardäre. Das kollidiert mit den Plänen der Opposition, die neue Datenzentren stärker regulieren will. Der KI-Sektor war zuletzt der Turbo an den Börsen und in der Wirtschaft der USA. Es kam nach den Wahlen zu dramatischen Kursrutschen, auch aus Sorge um die Zukunft des KI‑Booms. Trump verkündet bereits, dass er künftig mit „willigen“ US-Bundesstaaten zusammenarbeiten wolle.

Auch bei Trumps aggressiver Zollpolitik wächst der Gegenwind, obwohl ihm hier weiterhin Handlungsspielraum per Dekret bleibt. Das gilt ebenso für seine Achse mit Chinas Xi Jinping (73): Bisher hatte Trump bei pompösen Gipfeln seine „Freundschaft“ mit Xi beschworen. Doch angesichts der erstarkten Opposition droht ein neues Tauziehen zwischen den Supermächten, vor allem bei KI-Chips, Halbleitern und der Taiwan-Politik.

Und was bedeutet das Macht-Patt in Washington für Deutschland, Europa und das Nato-Verteidigungsbündnis? „Ich glaube nicht, dass der Kanzler mit einem geläuterten Trump rechnen sollte“, sagt der Außenpolitik-Experte Jonathan Cristol zu BILD. Trumps früherer Sicherheitsberater John Bolton (77) warnt generell vor einem noch „widersprüchlicheren, sprunghafteren und impulsiveren“ Präsidenten. Und dessen Hauptspielfeld wäre künftig die Weltpolitik.

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