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Uli Hoeneß zerreißt die WM 2026 – „Fiasko für den Fußball“

Uli Hoeneß zerreißt die WM 2026 – „Fiasko für den Fußball“
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Uli Hoeneß (74) ist bekannt dafür, klar seine Meinung zu äußern. Während Millionen Fans die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko verfolgen, geht der Bayern-Patron mit dem Turnier hart ins Gericht. „Ich glaube, dass diese Weltmeisterschaft ein Fiasko für den Fußball wird“, sagt Hoeneß in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Vor allem die Ticketpreise treiben den langjährigen Bayern-Boss um. „Zweitausend Dollar für ein Finalticket mittlerer Güte, wo soll das enden? Ich bin immer für Kommerz im Fußball gewesen, aber nicht in dieser extremen Form. Ich möchte das durch den Kauf von Eintrittskarten nicht auch noch unterstützen“, sagt Hoeneß.

Hoeneß schießt gegen Ticketpreise

Schon vor dem Turnier hatte der Bayern-Patron die Preisgestaltung der Fifa kritisiert. Sein Vorwurf: Die Weltmeisterschaft werde immer mehr zu einem Event für Wohlhabende.

Damals warnte Hoeneß bereits davor, dass ein WM-Finale nicht zum Super Bowl werden dürfe. Als Beispiel nannte er eine Loge beim NFL-Endspiel, die laut seinen Angaben für einen einzigen Tag 1,5 Millionen Dollar gekostet habe. Fußball müsse für alle Menschen bezahlbar bleiben.

Beim FC Bayern verweist er deshalb regelmäßig auf die vergleichsweise günstigen Jahreskarten in München. „Auch ihnen oder gerade ihnen gehört der Fußball“, hatte Hoeneß erklärt. Ein Stadionbesuch dürfe nicht davon abhängen, ob jemand dafür auf Urlaub oder andere Dinge verzichten müsse.

Nicht einmal ein Gratis-Haus lockt ihn

Nach eigenen Angaben wurde ihm angeboten, während des Turniers kostenlos in einem Haus in Florida zu wohnen. Doch selbst dieses Angebot konnte ihn nicht überzeugen.

„Aber ich hatte überhaupt keine Lust, zu dieser WM zu reisen. Und selbst wenn ich Lust gehabt hätte, sie wäre mir vergangen, als man mir die bevorzugte Lage des Hauses nannte“, erzählt Hoeneß. Der Grund: Das Haus lag nur wenige Minuten von Donald Trumps Residenz Mar-a-Lago entfernt.

Für Hoeneß bleibt die WM damit ein Symbol für eine Entwicklung, die ihm im modernen Fußball nicht gefällt – vor allem wegen der aus seiner Sicht völlig aus dem Ruder gelaufenen Ticketpreise.

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